Banane

Die Banane ist eine wahre Wunderfrucht.

Vor allem Sportler schwören auf den exotischen Energielieferanten, der Körper und Köpfchen fit macht und

nach dem Workout dank der enthaltenen Proteine die Muskeln wachsen lässt.

Herkunft

Ihren Ursprung hat die Banane in Südostasien. Von dort gelangte sie durch Seefahrer nach Indien und Afrika und durch die spanischen Eroberer auf die Kanarischen Inseln, wo sie auch heute noch angebaut wird.

Mit der Eroberung Mittel- und Südamerikas kam die Banane in die Neue Welt.


Wachstumsbedingungen

Bananen benötigen, um sich optimal entwickeln zu können, feucht-warmes Klima und eine Temperatur um etwa 27 °C. Möglichst 1.500 Sonnenstunden jährlich oder mehr und eine hohe Luftfeuchte sind weitere Voraussetzungen. Die Bananenpflanze wächst am besten auf flachen, gut belüfteten und sandigen Lehmböden. 


Gesundheit

Bananen enthalten gute Nährstoffe

Eine Banane besteht primär aus Wasser und Kohlenhydraten, sie enthält nur wenig Eiweiß und fast kein Fett. In grünen Bananen handelt es sich bei den Kohlenhydraten fast ausschließlich um Stärke und resistente Stärke. Durch den Reifeprozess wird diese Stärke dann jedoch in Zucker (Glukose, Fruktose und Sucrose) umgewandelt.

Bananen sind sehr vitamin- und mineralstoffreich Bananen sind. Neben Kalium und Magnesium enthalten Bananen auch nennenswerte Mengen an Folsäure, Eisen, Kupfer und Beta-Carotin.

 

Bananen können beim Abnehmen helfen

Bananen enthalten durchschnittlich 100 Kalorien – gleichzeitig ist das Obst jedoch sehr sättigend und liefert wichtige Nährstoffe. Ballaststoffe über Obst und Gemüse aufzunehmen, zeigte sich in Studien immer wieder als Faktor für ein gesundes Gewicht und Gewichtsreduktion.

Unreife, grüne Bananen enthalten zudem viel resistente Stärke – so wirken sie sehr sättigend und können Appetit vermindern. Bei Bananen handelt es sich um resistente Stärkegranula, eine von drei Arten resistenter Stärke. Sie kann aufgrund der Anordnung ihrer Stärkeketten und Stärkekörner nicht abgebaut werden und ist neben grünen Bananen zum Beispiel auch in rohen Kartoffeln und rohem Mais enthalten.

Bei der Verdauung gelangen nur etwa zehn Prozent der aufgenommenen Stärke unverändert in den Dickdarm, wodurch der Körper automatisch weniger Kalorien aufnimmt. 

Eine Studie zeigte außerdem, dass täglich 24 Gramm der Stärke aus Bananen nach vier Wochen zu einem Gewichtsverlust von 1,2 Kilogramm führte.

 

Bananen können den Blutzuckerspiegel regulieren

Was Bananen zusätzlich gesund macht, sind die enthaltenen Pektine: wasserlösliche Ballaststoffe, die im Darm aufquellen und so die Verdauung verlangsamen. In Kombination mit der resistenten Stärke wird so der Blutzuckerspiegel reguliert und der Appetit gezügelt. 

Zudem haben Bananen einen niedrigen Glykämischen Index (GI) – dieser ordnet Lebensmittel von 0 bis 100 danach ein, wie sehr der Blutzuckerspiegel nach Verzehr eines Lebensmittels ansteigt. Unreife Bananen haben einen GI von 30, reife Bananen einen GI von 60. Der durchschnittliche GI von Bananen liegt bei 52. 

Bei Gesunden steigt durch den Verzehr einer Banane also der Blutzuckerspiegel nicht schlagartig an. Bei Menschen mit Diabetes Typ 2 wird von dem Verzehr vieler reifer Bananen dennoch abgeraten. Werden trotzdem Bananen gegessen, sollte danach auf den Blutzuckerspiegel geachtet werden. 

Low Carb Tipp: Die grünen Bananen enthalten mehr Stärke als Zucker und können somit auch in eine Low Carb Diät integriert werden.

 

Bananen sorgen für eine gesunde Verdauung

Ballaststoffe haben viele Vorteile und machen so auch Bananen gesund. Bananen zählen zwar nicht zum ballaststoffreichsten Obst, dennoch enthalten sie 3 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm. Vor allem die Ballaststoffe Pektin und resistente Stärke sind in der Banane enthalten. 

Resistente Stärke passiert den Dünndarm unverdaut und wird im Dickdarm von Darmbakterien und unter Ausschluss von Sauerstoff abgebaut (fermentiert). Dabei werden die kurzkettigen Fettsäuren Propionat, Acetat und Butyrat gebildet. Letzteres gilt als Hauptenergielieferant für die Zellen der Dickdarmschleimhaut.

Als gesunder Snack können Bananen auch bei Durchfall, da die enthaltenen Pektine die Darmentleerung verzögern. Am besten ist es dann, die Banane vor dem Verzehr mit einer Gabel zu einem Brei zu verarbeiten. Einige Studien zeigten außerdem, dass Pektine präventiv gegen Darmkrebs wirken können.

 

Bananen sind gesund für Herz & Niere

Auch die enthaltenen Mineralstoffe machen Bananen gesund: Der Mineralstoff Kalium ist wichtig für das Herz und den Blutdruck. Laut einer Studie nehmen viele Menschen jedoch zu wenig Kalium über die Nahrung auf. Bananen sind eine prima Kaliumquelle, eine durchschnittliche Frucht deckt etwa neun Prozent des Tagesbedarfs. 

Eine kaliumreiche Ernährung kann den Blutdruck senken, das zeigten einige Studien: Bei Menschen, die viel Kalium zu sich nahmen, war das Herzerkrankungsrisiko um 27 Prozent geringer. 

Auch Magnesium sorgt für ein gesundes Herz. In Bananen sind immerhin 30 Milligramm Magnesium pro 100 Gramm enthalten. Ein Magnesiummangel kann hingegen das Risiko für eine Herzinsuffizienz oder einen Schlaganfall erhöhen. 

Kalium sorgt darüber hinaus für eine gesunde Niere. So zeigte eine Langzeitstudie, dass das Risiko einer Nierenerkrankung bei Frauen, die zwei- bis dreimal wöchentlich eine Banane aßen, 33 Prozent niedriger war als bei der Vergleichsgruppe. Weitere Studien zeigten sogar ein 50 Prozent niedrigeres Risiko bei vier- bis sechsmaligem Bananenverzehr.